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Karin Holenstein verfügt über viele Jahre Erfahrung als Selbstlernerin, als Englisch-Lehrerin für Erwachsene und als Englisch-Lehrerin an privaten und öffentlichen Schulen.

Diese umfassenden Kenntnisse in der praktischen Anwendung des Birkenbihl Sprachenlernens sind einmalig im deutschsprachigen Raum. Gehen Sie den direkten Weg: Profitieren Sie von den Erfahrungen von Karin Holenstein.

Karin Holenstein


Freitag, 23. Dezember 2011
2. Schuljahr - Die sechzehnte Schulwoche

Karin Holenstein: Diese Woche haben die 4. Klässler zum ersten Mal „Hot Seat“ gespielt.

Zuerst mussten die Schüler selber 8 englische Wörter auf Zettel schreiben. Danach haben sie sich gegenseitig in Zweiergruppen die Begriffe auf Englisch erklärt. Die Gruppe wurde mehrmals gewechselt. (So konnten sie die selben Begriffe also mehrmals erklären und trainieren.) Danach haben wir das Spiel mit vorgegebenen Karten (Wörter der letzten 1 ½ Jahre Englischunterricht) gespielt. Dazu sass die Klasse im Kreis und ich hielt ein Wort über den Kopf eines Kindes, so dass also alle anderen Kinder das Wort lesen konnten (nur das Kind auf dem „hot seat“ nicht). Nun erklärten die Klassenkameraden das jeweilige Wort.
Dazu müssen sich meine Schüler nicht erst durch Hand aufhalten zu Wort melden, sondern es gilt einfach die Regel, dass nur eine Person auf einmal spricht.
Meine Schüler erstaunen mich immer wieder, wenn sie die Begriffe erklären und wie kompetent sie das tun. Aber ich weiss ja, woher ihr grosser Wortschatz und ihr Können kommen.

Dienstag, 22. November 2011
2. Schuljahr - Die zwölfte Schulwoche

Karin Holenstein: Wir stecken Mitten in der Unit "A town like mine".

Wir haben schon mehrere ABC-Listen zum Thema "Jobs" geschrieben. In ganz verschiedenen Varianten, einmal sogar als Staffette. Die beiden Gruppen waren voll dabei und hatten schlussendlich sogar fast die gleiche Anzahl Punkte. Wir lernen also so spielerisch wie möglich, aber auch das ganz banale Ausfüllen der Listen und das Vergleichen danach, macht den Schülern Spass. Als letzte Liste haben wir alle Jobs an der Wandtafel gesammelt. Ich habe dann einen Test angesagt und die Schüler haben bestimmt, ab wann es eine 4 (also Lernziel erreicht) und ab wann eine 6 (sehr gut) gibt. Im Test wussten zwei Drittel der Schüler über 35 jobs - und keiner hat das selbstgesetzte Ziel nicht erreicht. Lassen wir die Kinder doch mehr mitbestimmen!

Freitag, 4. November 2011
2. Schuljahr - Die neunte Schulwoche

Karin Holenstein: Diese Woche zeigt sich wieder einmal sehr gut, dass wir nachhaltig lernen.

Einer meiner 4. Klässler hatte vor den Herbstferien wegen Krankheit die Prüfung zur ersten Unit verpasst. Auf meine Frage, ob er diese nachholen möchte und er denke, dass er das noch kann, meint er selbstbewusst: "Ja, das mach ich". Das hat er dann auch getan und eine sehr gute Note abgesahnt. Aber noch mehr freut mich natürlich, dass auch Wochen später das Gelernte eben noch present ist. Vom Ferienunterbruch ist auf alle Fälle bei keiner meiner Klassen etwas zu merken, wir können sozusagen nahtlos weiter lernen.

Auffällig war letzte Woche auch die erste Lektion zur 2. Unit: "A town like mine." Die Schüler waren fähig gleich das Bild (Einblick in eine Stadt) selber zu beschreiben und wollten vor lauter Begeisterung gar nicht mehr damit aufhören. Da kamen die schriftlichen Hausaufgaben gerade recht: Mind. 7 Sätze ins Heft schreiben (zum genannten Bild). Etwa die Hälfte der Klasse hat viel mehr Sätze geschrieben und diese dann stolz vorgetragen. "I can see a police man standing next to a car." oder "I can see a man lying in the bed in the hospital. Next to him are fruit, apples and bananas." Das verblüfft sogar mich...

Montag, 19. September 2011
2. Schuljahr - Die sechste Schulwoche

Karin Holenstein: Das ABC in Englisch hat so seine Tücken!

Dass das "E" in Englisch wie im Deutsch "I" ausgesprochen wird und auch etliche andere Buchstaben ganz anders tönen, als in Deutsch, stellt uns vor eine kleine Herausforderung.

Da wir schon einige ABC-Listen ausgefüllt und gemeinsam an der Wandtafel konsolidiert haben, ist den Schülern das ABC in Englisch schon nicht mehr ganz so fremd. Ich frage jeweils bei jedem Buchstaben: "What have you got for letter ...?" Obwohl ich die Schüler nie bewusst auf die andere Aussprache hingewiesen habe, ist doch so einiges ganz nebenbei hängen geblieben.

Letzte Woche habe ich die Gelegenheit genutzt und bin die fertige ABC-Liste (zum Thema "Fair" ) mit den Schülern durchgegangen. Welche Buchstaben sind gleich, welche anders? Welche (wie A,I,E) könnten leicht verwechselt werden? Die Schüler haben also VERGLICHEN und somit einen Neuromechanismus angekickt. Als Hausaufgaben haben sie dann den Hörtext mit dem ABC-Inhalt passiv gehört und siehe da: Heute konnten alle das ABC aufsagen.
Damit die Schüler wirklich auch die einzelnen Buchstaben sofort nennen können -und nicht immer still im Kopf das ganze ABC herrunter leiern müssen, um z.B. auf den Buchstaben "R" zu kommen; also "ar" für "r" - üben wir das ABC auch als einzelne Buchstaben bunt gemischt in unregelmässiger Reihenfolge. Heute haben ich den Schülern erst verschiedene Wörter auf Englisch buchstabiert und sie haben versucht sie aufzuschreiben. Später haben sie sich dann gegenseitig eigene Wörter diktiert. Klappt sehr gut und macht Spass!

Montag, 22. August 2011
2. Schuljahr - Die erste Schulwoche

Karin Holenstein: Gut vorbereitet, das Schulzimmer mit einem weiteren Posten ergänzt, starte ich erwartungsvoll ins neue Schuljahr.

Mit dem Schulbuch starten wir sogleich mit einem ersten Hörtext. Dieser ist so lang (5 Seiten), dass wir das aktive Hören in mehrere Teile aufgliedern. Aus meiner Erfahrung aus den letzten Schuljahren weiss ich, dass auch diese langen Texte funktionieren, wenn man genug Zeit lässt. Die Schüler finden den Text sowieso schon spannend, denn es wird ein Jahrmarktbesuch beschrieben .

Bald werden die 4. Klässler noch mehr von meinen Posten profitieren. Wer sich mal "live" anschauen möchte, was es da so gibt, kann per Film in mein Schulzimmer schauen: http://www.youtube.com/watch?v=H9pap28eA6U
Zusätzlich zum Gezeigten ist der Posten "Jokes" dazu gekommen.

Donnerstag, 21. Juli 2011
Ende des ersten Englisch-Schuljahrs

Karin Holenstein: Die 3. Klasse hat ihr erstes "Englisch-Jahr" abgeschlossen.

Man sieht es bei den Titeln und Daten der letzten Beiträgen - ich habe nicht mehr regelmässig jede Woche aus meinem Schulzimmer berichtet. Meine Erfahrungen mit der Birkenbihl-Methode sind aber trotzdem durchwegs positiv. Nur gibt es natürlich Wiederholungen - die Methode bleibt sich ja gleich. Das Chorsprechen z.B. läuft immer gleich positiv ab und es macht keinen Sinn, davon hier jedes Mal neu zu berichten.

Ab nächstem Schuljahr, also ab Mitte August, werde ich neu dann per Blog berichten, wenn etwas Aussergewöhnliches oder Besonderes in meinem Schulzimmer passiert. Nicht mehr wöchentlich, aber mindestens einmal im Monat.

Hier schildere ich gerne noch eine Begebenheit aus der zweitletzten Schulwoche vor den Sommerferien, die mir besonders positiv in Erinnerung geblieben ist .

39igste Schulwoche: Meine 3. Klässler haben heute Morgen in gut 10 Minuten ein Rollen Spiel vorbereitet (ohne Requisiten, nur mit ein paar Stühlen, Tischen etc.) Sie kennen vielleicht die Geschichte „The three little pigs and the big bad wolf“! Das war schon fast vorführreif, weil sie den Text in Nullkommanix konnten und kaum üben mussten. Die Schweine mit den Quieckstimmen, der böse Wolf sehr bedrohlich. Ich hab mich gekringelt. Es ist eine Wonne das mitzuerleben!

An dieser Stelle möchte ich Frau Birkenbihl DANKE sagen, die diese wundervolle Methode entwickelt hat, welche mein Leben, Lernen und Lehren so verändert hat und eine grosse Be-REICH-erung für mich ist. Es ist toll, dass wir uns getroffen haben!

Gerne berichte ich weiter aus meinem Schulzimmer, wie es mit dem gehirn-gerechten Englisch Lernen weiter geht und melde mich nach den Sommerferien wieder. Allen schöne Ferien. Ich weiss, dass einige Leser mit dem De-kodieren von Texten beschäftigt sind. Es freut mich sehr, dass immer mehr Schüler von der Birkenbihl-Methode profitieren können. Danke!

Donnerstag, 26. Mai 2011
Die fünfundreissigste Schulwoche

Karin Holenstein: Wegen ausgefallener Schullektionen melde ich mich erst heute zurück im Blog.

Nach mehreren ganz verschiedenen Hausführungen haben wir vor eineinhalb Wochen mit der Geschichte "The three little pigs" begonnen. Nach vielem passiven Hören und einigen Durchgängen Chorsprechen, haben die Schüler heute die ganze Geschichte (ohne meine Hilfe) schön zusammen im Chor gesprochen. Natürlich tönt der Wolf wie auf der CD - mit tiefer Stimme und drohend: "Little pigs, little pigs. Let me come in!" Dann gehts im Quietsch-Ton weiter:"Not by the hair on our chiny chin chins" Und wieder tief (die Jungs noch tiefer als die Mädchen "Then I will huff and puff and blow your house down!"

Das fühle sich gut an, meinte eine Schülerin nach dem Lesen der Geschichte. Klar, wenn man einfach so weiss, wie alle diese Wörter ausgesprochen werden und man einfach flüssig lesen kann. Nun sind wir also bereit für ein Rollenspiel Mal sehen, wer welche Rolle übernehmen will

Freitag, 6. Mai 2011
Die zweiundreissigste Woche

Karin Holenstein: Auf geht's zum Hausbau!

Es gibt nicht viel Neues zu berichten, ausser dass den Schülern alle Aktivitäten aus dem Schulbuch und das Kategorisieren mit den Karten leicht fallen. Diese Woche können sie selbständig an verschiedenen Posten lernen. Dass der Hausbau (mit Duplo-Legosteinen) der begehrteste ist, ist ja klar! Ist das Haus fertig gibt es eine Hausführung für alle in Englisch. "Come in..."

Donnerstag, 28. April 2011
Die einundreissigste Woche

Karin Holenstein: Der wunderbarste aller Anfänge

Heute Morgen: Das Schulzimmer füllt sich langsam. Kaum sitzen alle an ihren Plätzen fragt ein Schüler: "Frau Holenstein, darf ich was vom Text aufsagen?" Natürlich darf er und so plappert er munter (und sichtlich stolz) drauflos und gibt einen laaangen Teil des Hörtextes wieder. Nun wollen auch andere aufsagen, was ihnen noch so einfällt. Die halbe Klasse kann ganze längere Passagen! Mit Hilfe des Bildes "The House" sind auch alle anderen wieder voll mit dabei und beschreiben was sie sehen.

Mit diesem guten Gefühl starten wir ins letzte Schulquartal, kategorisieren in Gruppen Karten und hören schon den nächsten Text der Lektion aktiv. Viel neues gibt es in dem Text nicht und so sind nach zwei Durchgängen aktiven Hörens schon alle bereit fürs passive Hören.

Freitag, 8. April 2011
Die neunundzwanzigste und dreissigste Woche

Karin Holenstein: Letzte Woche habe ich doch glatt den Blogeintrag verpasst...

Es läuft aber alles bestens. Wir haben ja schon Ende der letzten Unit den ersten Text der nächsten Unit -zum Thema "House"- aktiv und passiv gehört. Jetzt stehen wir am Anfang des Themas und die Kinder sprechen schon in ganzen Sätzen: I can see the father in the kitchen. He is making breakfast. Oder: In the attic are old boxes, a chair, an old TV and a mouse. Langsam sind die Kinder im Stande die Sätze aus dem Hörtext leicht abzuändern und etwas eigenes zu kreieren, ihr Wortschatz wächst ja ständig. Wir gehen also frohen Mutes in die Ferien und melden uns in zwei Wochen wieder!

Montag, 21. März 2011
Die achtundzwanzigste Woche

Karin Holenstein: Habe gerade die Prüfungen korrigiert. Vier Schüler haben ein "sehr gut erreicht", drei Schüler ein "gut erreicht" und einer ein "erreicht" (dieser hatte wegen Krankheit fast die Hälfte des Lernstoffes verpasst). Wir können also sehr zufrieden sein

Bei der Prüfung über das Thema "Around the clock" konnten die Schüler Bonuspunkte holen, indem sie einen Schultag beschreiben. Eine Schülerin schreibt:
I get up in the morning at 7:00 healty and bright (hi,hi, das "healthy a. bright" stammt aus einem Gedicht :-) . I'm going dressed at 7:10. I brushing my teeth at 7:15. Then I walk to school. I have English in the school. English it's cool. Miss Holenstein it's cool. She is funny. I have around the clock then I have school out. The End.

Und das nach nur 7 Monaten Englisch Unterricht, 3 Lektionen pro Woche. In ein paar Minuten hingeschrieben... Habe nichts korrigiert. Und die Schülerin liegt in der Klasse im Mittelfeld...


Donnerstag, 17. März 2011
Die siebenundzwanzigste Woche

Karin Holenstein: Individuelles Üben ist angesagt.

Die drei Wochenlektionen Englisch haben wir voll für das Üben eingesetzt. Es sind verschiedene Posten mit Übungsmaterial eingesetzt. So üben die Kinder mehrheitlich selbständig. Es werden Uhrzeiten eingestellt, Karten gelegt, Seiten im Buch abgedeckt und verglichen, aufgeschrieben, gesprochen etc. Bei Fragen bin ich da.

Unsere neue "Letter Box", die den Schülern sofort auffällt, wird schon mit den ersten Briefen bestückt, denn wer fertig ist, beschäftigt sich wieder einmal an den verschiedenen "Teach Yourself" Posten im Schulzimmer. Also: Brief schreiben, "envelope" holen, adressieren, Klappe auf, Brief rein, Klappe zu - und stolz das rote Fähnchen der Letter Box aufklappen!

Donnerstag, 10. März 2011
Die sechsundzwanzigste Woche

Karin Holenstein: Die Schüler schreiben eigene Texte.

Im Lauf der Woche haben wir mit Hilfe des passiven Hörens gleich zwei Gedichte auswendig gelernt. Nicht nur, dass die Schüler diese wunderbar aufsagen können, nein, sie wissen auch ganz genau was sie da sagen. Sie können das jeweilige Gedicht nämlich auch in der wortwörtlichen Deutschen Version aufsagen - da sieht man richtig wie die Gehirne arbeiten!

Unseren langen Hörtext können nun alle flüssig lesen - wir haben ja auch fleissig passiv gehört. Im Chor hallt es nun durchs Schulzimmer. Ich werde immer leiser und die letzten zwei Seiten schaffen die Kinder locker ohne mich. Ich liebe es mich überflüssig zu machen
Mit Hilfe dieses Hörtexts (in dem sechs Kinder von ihren Schultagen berichten) schreiben die Schüler nun eigene Texte. Die Strukturen stimmen fast immer und die Schüler sind fähig auch eigene Sätze zu bilden. Nächste Woche werden wir einander die Texte vorlesen.

Donnerstag, 3. März 2011
Die fünfundzwanzigste Woche

Karin Holenstein: Die Posten im Schulzimmer werden rege benutzt.

Es gibt diesmal nicht viel zu berichten. Wir üben fleissig die Uhrzeit... und hören einen laaangen Text, in dem verschiedene Kinder Ihren Schulalltag schildern, aktiv.

Mit dem Gedicht "Sneeze on Monday" lernen wir die Wochentage spielend. Bei den vielen Wiederholungen im Gedicht de-kodieren wir diesmal nicht schriftlich, sondern nur Zeile für Zeile mündlich und sprechen das Gedicht mal Englisch, mal in "Pseudo-Deutsch".

Dienstag, 1. März 2011
Die vierundzwanzigste Schulwoche

Karin Holenstein: Diese Woche sind die verschiedenen Voraussetzungen bei den Schülern besonders spürbar.

Die Uhrzeiten auf Englisch zu üben und zu verstehen entpuppt sich - wie jedes Jahr - als kleine Herausforderungen (die ich liebe ). Die einen Schüler können mit Leichtigkeit die beiden Zeiger der Uhr richtig einstellen und gleich auch noch die digitale Zeit dazu benennen, für andere ist das noch ein Schloss mit sieben Siegeln - und zwar in Deutsch wie in Englisch. So lasse ich denen Zeit zum Üben und Vergleichen, die es noch brauchen und lasse die anderen an den Posten arbeiten. (Die 3. Klässler sind sehr stolz, dass sie nun keine Anfänger mehr sind und auch schon selbständig an den verschiedenen "Teach Yourself"-Posten im Schulzimmer lernen dürfen.) Zwischendurch erklären die Uhrzeiten-Profis den anderen wie es funktioniert. Von Schüler zu Schüler ist ja vieles einfacher erklärt.
Mir ist wichtig, dass die Schüler bei mir im Schulzimmer Zeit haben zum Üben. Das Erlernen der "digitalen" Zeit gleichzeitig zur "normalen" Uhrzeit ist für einige etwas viel verlangt. Ein Jahr später lernen die Schüler diese dann meist nebenbei. Also machen wir hier was möglich ist, quälen aber keinen. Wenn die Unterschiede so gross erscheinen fällt mir immer wieder Montessori ein, die schon erkannt hat, dass ein Entwicklungsunterschied von +- 2 Jahren normal ist. Es kann also ein 5-jähriges Kind schon etwas können, was ein anderes erst mit 7 kann. Und ein 7-jähriges Kind kann das, was andere erst mit 9 können. UND DAS IST DIE NORM! Auch hier kann es noch Abweichungen nach oben und unten geben.
Wir können die Kinder in der Schule also noch so lange in Jahrgangsklassen sortieren, das heisst trotzdem nicht, dass sie vom Gehirn her dann reif sind das zu lernen was wir ihnen gerade "vorsetzen".

Montag, 21. Februar 2011
Die dreiundzwanzigste Schulwoche

Karin Holenstein: Wir arbeiten uns langsam ins neue Thema ein.

Da die Schüler schon einen Hörtext, in dem Uhrzeiten vorkommen, aktiv und passiv gehört haben, ist es einfach über Uhrzeiten und Zeitzonen zu sprechen. Wir lesen den Hörtext im Chor und gehen nach jeder Ortschaft, die im Text vorkommt, auf der Karte im Buch nachschauen, wo der Ort liegt und wie spät es da gerade ist. (Wir wandern also von Westen Richtung Osten.) Die Schüler können schon auf Englisch antworten: "It's eight o'clock in ...." Oder: "David is sleeping." Oder: "Mike is eating breakfast." Die -ing Form ist den Schülern also schon vertraut.
Schlussendlich ist allen klar, dass nicht überall die selbe Zeit sein kann, weil die Erde sich ja dreht und das ist ja wie beim Versuch mit der Taschenlampe...

Mittwoch, 16. Februar 2011
Die zweiundzwanzigste Schulwoche

Karin Holenstein: Fast hätte ich den Blogeintrag der letzten Woche vergessen...

Nach den Ferien ging es nahtlos weiter. Es ist schön, wenn man das schon Gelernte nicht dauernd bewusst wiederholen muss, wir machen die Wiederholungen ja unbewusst mit dem passiven Hören

Viel Spannendes aus dem Schulzimmer gibt es diesmal nicht zu berichten. Wir haben wieder eine Unit abgeschlossen, eine Prüfung geschrieben (bei dem alle mit Leichtigkeit ein "gut erreicht" oder "sehr gut erreicht" erreicht haben. Danach haben wir einen Text der nächsten Unit "Around the clock" aktiv und passiv (als Hausaufgabe) gehört.

Dafür geht es ausserhalb des Schulzimmers umso spannender zu und her. Die Schulleitung in Herisau hat sich entschlossen, eine Weiterbildung für Sprachlehrpersonen anzubieten. In Herisau (Ostschweiz, Kanton AR) unterrichten schon einige nach der Birkenbihl-Methode und es spricht sich langsam herum, dass dies allen Beteiligten (Schüler, Lehrpersonen, Eltern) mehr Spass macht Gerne werde ich hier berichten, was sich in dieser Hinsicht weiter tut

Sonntag, 30. Januar 2011
Die einundzwanzigste Schulwoche

Karin Holenstein: Diese Woche driften wir ins Weltall ab

Diese Woche starten wir mit dem Vorlesen der Wetterberichte. Alle sind stolz ihren eigenen vorzutragen. Die Struktur "it will be" ist bei fast allen ganz automatisch vorhanden. Zwei Schüler lesen "it is" was ja auch nicht wirklich falsch ist... Weils so schön läuft üben wir gleich noch zu zweit ein paar weitere Wetterberichte - ganz spontan und auswendig.

Danach teile ich den Schülern ein WQS (Wissens-Quiz-Spiel) aus. Es ist in Englisch, aber mit der De-kodierung versehen. Ich liebe diese Birkenbihl-Methode besonders, weil man mit ein paar Frage im Voraus an schon bestehendes Wissen anknüpfen kann - und sich die Schüler eben erst mal selber Gedanken machen können und auch raten dürfen.
Wie viele Tage hat ein Jahr? Wie gross wäre die Sonne, wenn die Erde die Grösse einer Erbse hätte? Kreist die Erde um die Sonne oder die Sonne um die Erde? Ist es im Januar überall Winter?
Alle machen sich selber Gedanken und Notizen. In der anschliessenden Diskussion (hauptsächlich in Deutsch, ich fasse in Englisch zusammen) tauschen wir alle unser Wissen untereinander aus. Landen bei Schaltjahren, schauen auf der Landkarte wo Australien ist, eine Schülerin berichtet, wo von ihrem Zimmer aus gesehen die Sonne im Sommer aufgeht und das das im Winter nicht so ist... Wir lassen die Rollläden runter und versuchen mit Hilfe von Taschenlampe und Globus herauszufinden, warum es im Winter kälter als im Sommer ist. Vor lauter Eifer verpassen wir fast die Pause und auf dem Weg ins Lehrerzimmer höre ich zwei Jungs immer noch eifrig über die Grösse der Sonne und das Aussterben der Dinos diskutieren... Mal sehen, was sie davon nach einer Woche Sportferien noch wissen werden - ich wette gaaaanz viel

Freitag, 21. Januar 2011
Die zwanzigste Schulwoche

Karin Holenstein: Es scheint in unserem Schulzimmer kleine Radiosprecher zu geben!

Nachdem wir den kurzen Wetterbericht aus dem Schulbuch aktiv und passiv gehört haben, ist es eine einfache Aufgabe, gleich selber einen Wetterbericht zu kreieren. Mit Tafel (auf der die Umrisse der Schweiz eingezeichnet sind) und verschiedenen Wettersymbolen ausgerüstet, üben die Schüler selbständig zu zweit.
Als Hausaufgebe soll jeder einen eigenen Wetterbericht schreiben. Ich bin gespannt, was dabei herauskommt!

Donnerstag, 13. Januar 2011
Die neunzehnte Schulwoche

Karin Holenstein: Wir konsolidieren die ABC-Liste und freuen uns am letzten Teil der Geschichte "We are going to find a cave"
In der ersten Lektion der Woche finden die Schüler Mr. Miller (ein mit vielen verschiedenen Kleidungsstücken behangener Kleiderständer, der Mitten im Schulzimmer steht) very funny! Es macht allen Spass vorzutragen was he oder she anhat. Da vieles sehr vertraut ist, ist es recht einfach solche neuen Strukturen einzuführen und ab und zu etwas "Grammatik" bewusst zu machen, die in den gehörten Texten steckt.
Die ABC-Liste "Clothes" haben wir letzte Woche schon untereinander verglichen und ergänzt. Nun tragen wir an der Wandtafel aus der ganzen Klasse zusammen und staunen, wie viele Kleidungsstücke wir schon kennen. Ganz automatisch haben sich einige eingeschlichen, die nicht im Schulbuch stehen, einfach weil die Kinder wissen wollten, was z.B. Unterhemd heisst.

Wir spielen nochmals die schon gelernten Teile des Textes "We're going to find a cave" durch, der uns durch die vier Jahreszeiten führt. Der letzte Teil der Geschichte ist einfach, da es nun rückwärts durch die schon bearbeiteten Jahreszeiten geht... Wir haben also eine Repetition und ein Erfolgserlebnis in einem!
Dass die Kinder in der Geschichte auf das Monster mit den googly eyes, the wet nose and the sharp, white teeth treffen und davon rennen, finden alle sehr lustig. Googly wird zum neuen Lieblingswort erkoren. Das bringt mich auf die Idee, dass wir eine Tafel mit monatlichen Lieblingswörtern einrichten könnten!
Zwischen Rollenspielen und aktivem Hören, zeichnen die Kinder ein Poster zu den vier Jahreszeiten und hören gleichzeitig den letzten Teil der Geschichte passiv. Jedes Mal wenn googly auftaucht geht ein Kichern durch die Reihen

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